Jetzt auf LoungeFM

Food For Thought Food For Thought
UB 40

Download

Alle Artikel vom Dezember 2010

Wenn die Nacht in allen Farben erstrahlt

Michaela Ambos, 31. Dezember 2010, Jetzt kommentieren

Lehnen Sie sich zurück, drücken Sie auf Play beim folgenden Video und lassen Sie, beim farbenfrohen Anblick des beinahe meditativen Zeitraffers, den wundersam durch die Aurora Borealis - besser bekannt unter dem profanen Namen Polarlicht - erleuchteten Nachthimmel, als auch das vergangene Jahr gedanklich an sich vorbeiziehen:

Aurora Borealis timelapse HD - Tromsø 2010 from Tor Even Mathisen on Vimeo.

Das könnte Dich auch interessieren

Körperliches Gleichgewicht durch Bowen-Therapie

Sandra Naber, 30. Dezember 2010, Jetzt kommentieren

Die Bowen-Therapie ist eine alternative Heilmethode, die vom Australier Tom Bowen bereits in den 1950er Jahren entwickelt worden ist. Obwohl er nie eine medizinische Ausbildung absolviert hatte, setzte er es sich zum Ziel die Schmerzen leidender Menschen zu lindern. Gleichzeitig wollte er den Körper wieder ins Gleichgewicht bringen und für dessen Entspannung sorgen.

Er bemerkte, dass gewisse manuelle Bewegungen und Griffe an bestimmten Stellen des Körpers diese besondere Wirkung erzielten. Die sogenannten „Bowen Moves” - meist leicht rollende Bewegungen - werden mit den Fingern ausgeführt. Bei dieser Technik ist es von großer Bedeutung, die entscheidenden Punkte für die Griffe zu finden, um diese optimal stimulieren zu können. In einigen Fällen korrespondieren diese mit Akupunkturpunkten, auch wenn Bowen keine bewussten Anleihen daran genommen hat. Üblicherweise wird an Sehnen, Bändern und der Muskulatur angesetzt.

Zwischen den präzise ausgeführten Griffen werden auch gezielt Pausen eingelegt. Diese sollen dem Körper Zeit geben, um aus den jeweiligen Reizen den größtmöglichen Nutzen ziehen zu können. Im Zustand von Entspannung und Balance ist er anschließend in der Lage, seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Die Bowen-Therapie wird ebenso oft bei Kopf-, Gelenk und Rückenschmerzen, Muskelverspannungen, Verletzungen, Migräne und Asthma eingesetzt. Im Bereich des Sports fördert die Methode die Erholung und Regeneration während und nach Wettkämpfen. Weiters wird das Verfahren auch häufig zur ganzheitlichen Gesundheitsförderung angewendet. Zusätzlich erstreckt sich die Wirkungsweise der Methode auf die emotionalen, kognitiven und spirituellen Aspekte eines Menschen.

via: bowen-akademie; Bild: flickr/Grand Velas Resort

Das könnte Dich auch interessieren

Stadt der wilden Formen

Andrea Wiltberger, 29. Dezember 2010, Jetzt kommentieren

Wenn Architekturträume wahr werden, muss man sich nicht in Skandinavien oder Tokio befinden. In der spanischen Küstenstadt Valencia bemerkt man schon beim Landeanflug einen großen Spot weißstrahlender Gebäude, der alle Blicke auf sich zieht.

Valencia - Stadt der wilden Formen

Die “La ciudad de las artes y las sciencias”, die Stadt der Künste und der Wissenschaften, liegt direkt im ehemaligen Flussbett des Rìo Turìa, der seit über fünfzig Jahren in einen Grüngürtel umgewandelt wird. Den Bauherren der komplexen Gebäudelandschaft kennt hier jeder - Santiago Calatrava, ein Pionier in der Verwirklichung kühner Architekturversionen.

Valencia - Stadt der wilden Formen

Die Stadt besteht aus fünf Teilen, darunter das größte Aquarium Europas, das “Oceanogràfico”, und das Opernhaus “Palau de les arts Reina Sofìa”. 2005 eröffnet, stellt das spektakuläre Gebäude ein strandendes Schiff im Flussbett der Stadt dar, umgeben von mediterranen Gärten. Auf einer Fläche von 40.000 Quadratmetern werden vier Konzertsäle beherbergt, in denen man experimentelle Theaterkunst, Konzerte oder klassische Opern genießen kann.

Valencia - Stadt der wilden Formen

Weiter durch die Gartenanlage des Rìo Turìa führt der Weg zum Wissenschaftsmuseum und dem “L`Hemisfèric”, einem 3D-Kino in der Form eines Auges. Dem ursprünglichen Flussbett nachempfunden, verbinden weitreichenden Wasserbecken und Grünlandschaften die architektonischen Meisterwerke. Und im Sommer kann man sogar unter Calatravas weißen Bauversionen zum Sternenhimmel tanzen - im angesagten Club “Umbracle”.

Valencia - Stadt der wilden Formen

Der weißen Kultur- und Wissenschaftsstadt, seit beinah zwanzig Jahren im Bauen begriffen, wächst gerade noch ein weiterer Komplex in den Himmel. Versetzt sie doch seit jeher alle Besuchenden in Erstaunen - sowohl von außen wie von innen.

via: Ciudad de las Artes y las Ciencias; Bilder: sxc.hu/ anpacon, chidsey, llargo, ruzafa

Das könnte Dich auch interessieren

Spielerisch Energie gewinnen

Bernhard Schinwald, 28. Dezember 2010, Jetzt kommentieren

Was wissen wir über Energie? Energie braucht man unter anderem um etwas erwärmen oder bewegen zu können. Und wie entsteht Energie? Energie entsteht nicht, sie wird umgewandelt. Das heißt wenn sich etwas bewegt oder etwas erwärmt wird, wird beispielweise Energie nicht erzeugt, sondern umgewandelt. Und wie kann man Energie zu elektrischen Strom machen? Indem man die Energie einfängt und die elektrischen Strom umwandelt. Dafür sind aber sicher aufwendige technische Geräte nötig, oder? Nein, keinesfalls! Ein bisschen Kreativität und Innovationsgeist reichen da schon mal aus.

Wie zum Beispiel die Mint Energy Rechargeable Battery. Diese wird doch bloßes Schütteln oder Wackeln aufgeladen. Bewerkstelligt wird das Ganze von Generatoren, die in die Batterien integriert sind und die Energie der Bewegung in Strom umwandeln. Große Geräte oder Geräte, die permanent Strom brauchen, können mit diesen Batterien zwar nicht viel anfangen, aber für die Fernbedienung soll es allemal reichen.

Einen noch spielerischen Zugang, um Batterien aufzuladen, bietet das E-Rope. Dabei handelt sich um nichts anderes als ein herkömmliches Springseil, mit dem Unterschied, dass sich in den Griffen an den beiden Enden des Seiles Aufladestationen verbergen, die mit der Energie des schwingenden Seils Akkus wiederaufladen. Zwanzig Minuten sollen reichen, um zwei AA-Batterien wiederzubefüllen und nebenbei hat man noch was für den eigenen Körper getan.

Für den eigenen Körper kann man aber auch was machen, indem man Fahrrad fährt. Wie man diese Bewegung in Strom umwandelt kann, weiß jeder und jede, der oder die schon einmal sein Fahrradlicht mit einem Dynamo betrieben hat. Nun ist es aber nicht immer notwendig mit Licht zu fahren - den Dynamo kann man aber trotzdem benutzen, beispielsweise um den Akku des Handys aufzuladen. Nokia liefert dafür das nötige Gadget. Das kann sich auch schon mal als praktisch erweisen, wenn einen unterwegs der Akku verlässt: Einfach ein paar Runden fahren und man kann in Ruhe weitertelefonieren.

Wie man sieht, kann es also ziemlich leicht sein, spielerisch oder mit Alltäglichem Strom zu gewinnen. Also einfach nach ähnlichen Gerätschaften Ausschau halten, denn diese sind nicht nur praktisch und erleichternd, sondern auch ganz im Sinne der Nachhaltigkeit von Energie und somit gut für unsere Umwelt.

Das könnte Dich auch interessieren

“…ein trauriger Gedanke, den man tanzen kann.”

Sandra Sonnleitner, 27. Dezember 2010, Jetzt kommentieren

"...ein trauriger Gedanke, den man tanzen kann."So beschrieb einst der Tango-Komponist Enrique Santo Discépolo sein Genre. Die Wehmut die dieser Tanz und die ihn begleitende Musik in sich tragen erklärt sich aus dessen Entstehung. Als die argentinische Regierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann Argentinien in Europa als Ziel für Auswandernde zu bewerben, kamen vor allem Menschen aus Spanien, Italien und Osteuropa. Doch endete die Reise meist nicht wie erhofft in den noblen Gegenden von Buenos Aires, sondern in den Armenvierteln am Stadtrand. Hier traf andalusische Folklore auf neapolitanische Volkslieder und traditionelle argentinische Musik. Dem daraus entstandenen Tango haftete lange der Ruf des Viertels an, aus dem er stammte. Bordelle waren sein zu Hause und höhere Gesellschaftsschichten vermieden es tunlichst mit diesem Genre in Berührung zu kommen. Frühe Tangotexte waren oft verrucht, aber auch sozialkritisch. Sie beschrieben die Lebensumstände der Arbeiterklasse, aus der die meisten Tangotexte stammten und setzten sich ebenso mit der Thematik der Einwanderung und der Sehnsucht nach dem Heimatland auseinander.

Als der Tango im Ausland, hier vor allem in Paris, an Popularität gewann, war es Tangokünstlerinnen- und künstlern auch in Buenos Aires möglich aus dem Schatten hervorzutreten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden Tanzcafés, Aufführungssäle und Tangotheater. Auch einen Weltstar brachte der argentinische Tango zu seinen Glanzzeiten hervor: Carlos Gardel komponierte Tango, sang Tango und spielte die Hauptrolle in Tangofilmen. Mit ihm bekam das Genre ein Gesicht.

Auch heute noch ist der Tango in Buenos Aires allgegenwärtig. Ob aus Traditionalismus oder des Tourismus wegen ist nicht ganz klar. Und auch wenn neue Tangoströmungen wie der Tango nuevo und der Tango electrónico eine musikalische Annährung an die pulsierende Modernität der Stadt versuchen, bleibt der Tanz doch was er ist: Ein Fragment vergangener Zeiten, etwas machoistisch, etwas theatralisch, aber letztlich ein Teil der Geschichte Argentiniens.

via: Planet Wissen; Bild: Sandra Sonnleitner

Das könnte Dich auch interessieren