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Globus drehen war gestern

Von Bernhard Schinwald am 11. November 2010

Globus drehen war gesternWieder einmal keine Ahnung, wohin die kommende Reise gehen soll? Lassen Sie doch einfach den Zufall entscheiden. Wofür man in der vormultimedialen Ära noch einen wendigen Globus und einen spitzen Pfeil benötigte, reicht heutzutage nur mehr ein Mausklick auf der richtigen Website.

Eine Lösung heißt Global Genie. Ein Zufallsgenerator teleportiert Sie an einen beliebigen Ort. Dargestellt durch Google Street View findet man sich in einer fremden Umgebung wieder. Wer an der Örtlichkeit Gefallen findet, schaut sich ein wenig um; wer nicht, teleportiert sich weiter. Und mit Geduld und ein bisschen Glück entdeckt man vielleicht tatsächlich eine Gegend, die besuchenswert erscheint.

Ungefähr genauso funktioniert auch MapCrunch. Abgesehen von der Oberfläche unterscheiden sich die beiden Dienste lediglich in zwei zusätzlichen Funktionen, die MapCrunch zu bieten hat. Zum einen kann man optional nur bewohnte Gegenden anzeigen lassen, zum anderen gibt es die Möglichkeit einer Slideshow, wobei in selbstgewählten Intervallen der Ort automatisch gewechselt.

Sollten Sie also zu den Menschen gehören, die sich für ihre Urlaubsideen gerne von Fingerzeig oder Pfeilwurf auf den drehenden Globus inspirieren lassen, sind sie mit den beiden vorgestellten Diensten wohl besser versorgt. Denn die Vorteile liegen auf der Hand:

  1. Es wird nichts beschädigt.
  2. Man bekommt tatsächlich ein Bild von der Umgebung (und das ist nicht immer unlustig).
  3. Die 71 prozentige Wahrscheinlichkeit im Wasser zu landen ist ausgeschlossen.

Bisweilen werden allerdings nur Destinationen “angeflogen”, die von Google Street View erfasst wurden. Heimaturlaub in Österreich auf diesem Wege ist also derzeit ausgeschlossen.

Bild: piqs.de/ wawa@die-genossen.de