Viennale 2010Vom 21. 10. bis 3. 11. 2010 ist es wieder soweit und fast ganz Wien sitzt verzaubert vor der großen Leinwand. Denn dann heißt es Viennale und heute gab es in einem Presse-Gespräch schon eine kleine Vorschau auf das, was uns im Herbst Cineastisches erwarten wird: Nämlich rund 130 Filme, die im Rahmen des Festivals zum größten Teil Österreich-Premiere feiern und dann auch das einzige Mal im Kino zu bewundern sind. Schließlich findet ein Großteil der Filme all zu oft keinen österreichischen Verleih und so ist die Viennale in vielen Fällen die einzige Chance, diese Perlen der Filmwelt im Kinosaal zu erleben.
Darüberhinaus gab es selten soviele Kurzfilme im Programm - doppelt so viele wie im letzten Jahr und darunter viele Vertreter aus heimischen Gefilden.

Ein großer Vorteil der Viennale ist, dass sich diese selbst kein übergeordnetes System in der Auswahl der Filme auferlegt. So ist jeder Film gleichwertig das Herz des Festivals. Oder um es mit den Worten von Viennale-Direktor Hans Hurch zu sagen: “Es ist Besonderheit und Luxus zugleich, dass sich die Viennale keinen allgemeinen Einschränkungen oder Reglements zu unterwerfen hat. Die Viennale ist weder Wettbewerbsfestival noch ist es ihr Anspruch, internationale Uraufführungen zu präsentieren. Sie ist weder auf spezifische filmische Formate wie dokumentarisches Kino, Kurzfilm oder Experimentalfilm spezialisiert noch ein klassisches Genre- oder Autorenfestival. Die Viennale ist nichts von alledem und dennoch all dies in einem zugleich. Darin besteht der Luxus, dass man sich frei bewegen kann in all den Formen, Formaten, Ideen und Vorstellungen von Kino. Frei, uneingeschränkt und neugierig.”

Trotzdem lassen sich in der heurigen Selektion ein paar Strömungen ausmachen, wie beispielsweise ein Fokus auf Komödien oder Erzählungen über Jugend in den verschiedensten Kulturen. Als besonders sehenswert erweist sich sicherlich die Retrospektive Eric Rohmers, in Kooperation mit dem Österreichischen Filmmuseum: Einer der ganz großen Regisseure der Filmgeschichte, der nicht nur das französische Kino geprägt hat aber nichtsdestotrotz viel zu unbekannt geblieben ist. Sein gesamtes Werk gibt es vom 7.10. bis 4.11. 2010 zu bewundern und soll somit lebendig gehalten und einer jüngeren Generation vorgestellt werden.

Darüberhinaus können wir uns auf ein Tribut an die zu unrecht vergessene Ikone Larry Cohen, den stoischen Kameramann William Lubtchansky sowie Special Programs für noch junge Künstler wie den kanadischen Filmemacher Denis Côté oder den österreichischen Avantgardefilmemacher Siegfried A. Fruhauf freuen.

Und wer nun wieder Lust auf Kino bekommen hat: Der Vorverkauf beginnt am 16. Oktober 2010 - weitere Informationen finden sich auf Viennale.at.

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