Die Süßkartoffel und ihr Potenzial in der heimischen KücheDer Zusatz Kartoffel bei der Süßkartoffel ist trügerisch, da sie ihren Namen lediglich einer Verwechslung verdankt und eigentlich ein sogenanntes Windengewächs ist. Genauso verfehlt ist es, beim Verzehr von Süßkartoffeln Kartoffelgeschmack zu erwarten. Wie der Name schon sagt, überrascht diese Frucht mit einer süßen Note, die am besten in heißem Klima gedeiht. Am delikatesten sind deshalb jene Knollen, die auf dem afrikanischen Kontinent wachsen. Ursprünglich stammt die Süßkartoffel aber aus Süd- und auch Nordamerika, wo sie längst in den Rang einer traditionellen Beilage zum Thanks-Giving-Truthahn erhoben wurde.

In den meisten Ländern Europas hat die Süßkartoffel zwar den Rang einer exotischen Frucht, aber keineswegs einer Delikatesse. Dabei eignet sich ihr süßliches Aroma ausgezeichnet um beispielsweise herkömmlichen Kartoffelgerichten durch ihre Beimengung eine frische Geschmacksnote zu verleihen. Ihre Handhabung ist dabei ähnlich jener der herkömmlichen Kartoffel. Einzig bezüglich der Lagerung haben Süßkartoffel erhebliche Nachteile. Sie sollten nur in kleinen Mengen gekauft und rasch verzehrt werden, da sie schnell verderben.

Die süße Knolle ist äußerst sättigend und sollte deshalb nicht als üppige Beilage, sondern eher in kleinen Mengen als Zugabe zur Beilage oder gleich als Hauptgericht gereicht werden. Eine simple Form der Zubereitung ist es die Süßkartoffel zu halbieren, mit Öl zu beträufeln, zu würzen und wie eine Bratkartoffel im Ofen zu braten. Das Ergebnis ist eine schmackhafte Schote von kürbisartiger Konsistenz.
Dünne Scheiben in heißem Fett gebraten ergeben deftige Chips mit süßlicher Note. Wem diese Mischung nicht zusagt, der kann die Süßkartoffel auch einer gänzlich zuckersüßen Bestimmung zuführen und sie zu Marmelade verkochen.

via: Kochmix, Bild: Sandra Sonnleitner

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