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Faltbare Möbel mit der Natur als Vorbild

Von Michaela Ambos am 1. August 2010

VariusEin kleiner Käfer diente als Inspiration. Denn den kleinen Krabbler wie auch den meisten unter uns ist es wohl keineswegs bewusst, was für ein ausgeklügeltes Meisterwerk diese beim simplen Ausbreiten ihrer Flügel da zu Tage legen. Doch mit genau diesem Vorbild kreierte das Tischler-Team Armin Steinkasserer, Martin Zimmermann und Alexander Masser eine komplett neue Idee, um Möbel herzustellen: Einen faltbaren Stuhl auf Basis von Käferflügeln.

In seiner Ausgangslage ist dieser, auf den Namen Varius getaufte Stuhl, komplett flach und kann mit wenigen Handgriffen zusammengefaltet werden. Und dies trotz des harten Grundmaterials Holz und ohne, wie bei herkömmlichen Klappmöbeln üblich, Schrauben, Nieten oder Gelenken.

Denn die Erkenntnis aus der Bionik ermöglicht es, dass das Material flexibel wie ein Stück Papier wird und einfach wie Origami gefaltet werden kann. Grundvoraussetzung dafür ist ein mehrschichtiger Aufbau aus harten und weichen Substanzen.

Und liegt das Modell dann ungefaltet vor einem am Boden, würde man es vielleicht noch gar nicht als Möbel wahrnehmen. Schließlich ist dessen Platte nicht einmal einen Zentimeter dick und man könnte einfach darüber stolzieren. Was “natürlich” zur Folge hat, dass die Stühle extrem platzsparend beim Aufbewahren sind: 250 Stühle passen somit auf gerade mal zwei Meter.

Zu erstehen bei: Plicio.com