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Vergessen Sie Schäfchen zählen

Von Karin Fanninger am 23. April 2010

Vergessen Sie Schäfchen zählenEtwa ein Drittel unseres Lebens „verschlafen” wir und das ist gut so. Denn Schlaf ist essenziell für unsere körperliche und psychische Gesundheit. Aus Studien weiß man, dass nach 24 Stunden Schlafentzug die Reaktionsfähigkeit sinkt, nach 64 Stunden Wahnvorstellungen auftreten und über kompletten Schlafentzug wollen wir hier gar nicht erst reden. Wichtig ist aber nicht nur die Quanität sondern auch die Qualität des Schlummers. Vergessen Sie dabei Schäfchen zählen, um Ihr aktuelles Schlafverhalten zu verbessern. Mit diesen praktischen Tipps geht es viel effektiver:

  1. Seien Sie realistisch, was Ihre Schlafenszeit betrifft. Wer um sechs aufstehen muss, sollte nicht nach Mitternacht zu Bett gehen. Wie heißt es so treffend: „Wer spät zu Bett geht und früh heraus muss, weiß, woher das Wort Morgengrauen kommt.”
  2. Machen Sie sich zeitgerecht bettfertig: Oft ist man paradoxerweise zu müde, um ins Bett zu gehen. Die Zähne sind noch nicht geputzt und der Pyjama weilt in der Ferne. Planen Sie genug Zeit für diese Dinge ein, damit Sie alles früh genug erledigt haben und direkt ins Bett fallen können.
  3. Verdunkeln Sie Ihr Schlafzimmer: Das Hormon Melatonin spielt eine wichtige Rolle bei der Steuerung des Schlafbedürfnisses und wird bei Dunkelheit produziert. Es macht müde und passt den Schlafrhythmus an die Tageszeiten an. Schalten Sie alles ab was leuchtet, PC, Handy, Stereoanlage, jedes noch so kleine Licht kann Ihren Schlafzyklus stören.
  4. Dehnen Sie sich vorm Zubettgehen.
  5. Viele Kissen, eine kuschelige Decke, weiches Bettzeug und Ordnung in Bettnähe sorgen für ein angenehmes Gefühl vor den Einschlafen.
  6. Bevor Sie die ganze Nacht grübeln, welche Arbeiten den nächsten Tag anstehen, machen Sie sich eine Liste und entspannen Sie.
  7. Müll, Unordnung und Schmutz im Schlafzimmer sind Gift für einen ruhigen Schlaf.
  8. Menschen, die Sport treiben, schlafen erstens schneller ein und zweitens besser.
  9. Eine Stunde vor dem Zubettgehen sollten Sie Arbeit, die Ihr Gehirn übermäßig anstrengt, vermeiden. Das bringt Sie nur ins Grübeln.
  10. Bringen Sie sich selbst zum Gähnen. Diese Technik trickst den Körper aus und er wird schneller müde.
  11. Morgens besser gleich aufraffen, als auch nur an die Snooze-Taste zu denken, sie ist der erste Griff in die falsche Richtung und schiebt das Aufstehen bloß auf. Genährt wird der Snooze-Drang von ermüdenden Gedanken an die tägliche Morgenroutine.
  12. Sollten Sie bereits um vier Uhr aufwachen und nicht mehr einschlafen können, nützen Sie einfach die Zeit und arbeiten Sie. Anstatt den ganzen Tag genervt zu sein, haben Sie das angenehme Gefühl, vor dem Weckerläuten einiges erledigt zu haben. Unterbrechen Sie Ihre Schlaflosigkeit oder lenken Sie sie in neue Bahnen.

So klappt es gleich viel besser mit den 7,5 Stunden, die wir durchschnittlich pro Tag „verschlafen” sollten.

Via: The Happiness Project; Bild: flickr/ hilaryquinn