Der Begriff Slow Food ist mittlerweile durchaus gängig, Slow Dating und Slow Management haben wir hier ebenso einmal vorgestellt. Bei Slow Fashion jedoch ist man im ersten Moment am überlegen, was gemeint sein könnte. Dabei sind es doch die gleichen Grundparameter, die diesen Begriff und die erfreuliche Bewegung dahinter, definieren: Nachhaltigkeit, Bewusstmachung sowie sinnliche Qualitäten spielen die tragenden Rollen.

Wovon vor allem die Kundinnen und Kunden profitieren. Denn slow produzierte Mode wird auch nicht so fast wieder untragbar oder kaputt. Darüberhinaus haben Sie die Garantie und das gute Gewissen, dass das Getragene fair und ökologisch produziert wurde.

Der Slow Fashion Award 2010 thematisiert nun neue und innovative textile Entwicklungen mit dem Ziel, diese entspanntere Form der Mode in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Alle Teilnehmenden wurden dazu aufgefordert, Accessoires aus Recycling-Materialien herzustellen und zwar aus zur Verfügung gestellten, getragenen Textilien aus dem afrikanischen Niger. In unseren Breitengraden und unserer Generation ist die Wiederverwertung von Kleidung eher unüblich, auch wenn sich gerade bei den Jüngeren nun wieder ein Trend zu Vintage, Flohmarktfünden oder Selbstkreiertem entwickelt. Denn Schönes und Kreatives muss ja nicht komplett neu sein. Manchmal kann gerade die Geschichte dahinter ihren besonderen Reiz haben.

Eine namhafte Jury wählt aus den präsentierten Accessoires dann die Siegerdesigns aus, die am 23. April 2010 in der MAK-Ausstellungshalle im Rahmen von MODEPALAST 2010 prämiert werden. Als der erste Modebewerb zur Bewusstmachung und Veröffentlichung ökologischer Strategien ist der Slow Fashion Award in der Branche bisher absolut einzigartig.

Ein paar der nominierten Designs:

Slow Fashion Award 2010 Slow Fashion Award 2010

Slow Fashion Award 2010 Slow Fashion Award 2010

Bilder: Slow Fashion Award: Hinterland, ODROWAZ, mija t. rosa; Fotos: Gunda Dittrich, Wolfgang Hummer, Julia Spicker

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