Smile Like You Mean It
Wer kennt sie nicht, die so genannten Smileys, welche üblicherweise aus einem gelben Gesicht, zwei scharzen Augen und einem lachenden Mund bestehen? Seit ihren Anfängen haben sie sich jedoch enorm weiter entwickelt, weshalb es sie heutzutage in unzähligen Varianten in ebenso vielen Farben und Ausführungen gibt.
Der älteste belegte Entwurf des Smileys geht auf den US-amerikanischen Werbegrafiker Harvey Ball zurück, welcher 1963 zwei Punkte und einen gebogenen Strich in einen gelben Kreis zeichnete. Sein damaliger Auftraggeber war eine Versicherungsgesellschaft, die mit den auf Anstecknadeln befestigten Buttons ihr Betriebsklima verbessern wollte. Jedoch war ein ähnliches Gesicht auch in Ingmar Bergmans Film „Hamnstad“ zu sehen, welcher 1948 veröffentlicht wurde.
Da Ball seinen Smiley nicht rechtlich sichern ließ, ließ sich acht Jahre später der französische Journalist Franklin Loufraini einen ähnlichen Entwurf patentieren. Er gründete die Firma „Smiley World“ und der Siegeszug seines gezeichneten, lachenden Gesichts war nicht mehr zu stoppen. Smileys begegnen einem seitdem auf unzähligen Produkten und in allen Bereichen unseres Lebens.
Vor allem im elektronischen Bereich erfreuen sich Smileys großer Beliebtheit, um Gefühle, Stimmungen, Witze und ähnliches darzustellen. Für jenen wurden sie 1982 vom Informatik-Professor Scott E. Fahlman entwickelt, der somit als Erfinder der elektronischen Smileys gilt und uns aufgrund der fehlenden, erklärenden Mimik schon vor so manchem Missverständnis in der E-Mail-Kommunikation bewahrt hat. Die Grundformen sind :-) und :-(, welche nach links gekippte Gesichter darstellen, die fröhlich beziehungsweise traurig aussehen.
Wenn man die aus wenigen Strichen skizzierten Smileys betrachtet, kommt man wohl zu dem Schluss, dass folgende Weisheit nach wie vor ihre Gültigkeit behält: „Das einfachste ist nicht immer das Beste, aber das Beste ist immer einfach.“
via: wikipedia; Bild: flickr/Sven Cipido



