Unser Album der Woche: Bossa n’ Marley
Heute holen wir uns den Sommer einfach wieder zurück. Und zwar mit der Hilfe von Musik und im Besonderen mit den unvergleichlichen, warmen Klängen aus Südamerika.
Nicht neu aber genau richtig für die jetzige Jahreszeit präsentiert sich die Compilation Bossa n’ Marley. Zwölf Bob Marley-Klassiker zeigen sich hier maßgeschneidert im brasilianisch-rhytmischen Bossa-Nova-Sound, die einen von azurblauen Stränden und tropischer Atmosphäre träumen sowie den Alltag vergessen lassen.
Die Gitarre schwebt leicht über dem Bossa Rhythmus, eine sinnlich verträumte, weibliche Stimme setzt an zum Opening Song: “No Woman No Cry”. Und “Get up, Stand up” hat man wohl noch nie in einer so entspannten Fassung mit Flüsterstimme voll sanfter Intimität gehört.
Bob Marley, der ikonisch verehrte Superstar aus dem Ghetto von Kingston, dessen Namen man mit Reggae verbindet wie mit keinem zweiten, hatte mit seinen Kompositionen jedoch stets ein politisches, ja revolutionäres Anliegen. Darf man diesem nun ein hedonistisch-sinnliches Gewand überziehen? Produzent Miko Jackson war sich dieser Frage und dieser Herausforderung wohl bewusst und gerade wegen seiner Liebe zu Marleys Werk und dem Wissen um seine Biographie wollte er beweisen, dass der Reiz der Interpretation eben darin liegt, das scheinbar Unvereinbare zusammen zu bringen.
Die Texte sind unverändert und so schimmern die Botschaften subtil durch. Die treibende Atmosphäre der Originale wird hier ersetzt durch einschmeichelnde und gechillte Versionen. Eine raffinierte Komposition kann eben auch in neuem musikalischen Kontext überzeugen und so für überraschende Eindrücke sorgen.
In Südamerika, wo “Bossa n’ Marley” produziert wurde, war das Album Nummer eins der Charts in mehreren Ländern und es regnete Platinauszeichnungen. In fast jeder Bar und jedem Restaurant wurde man dort mit dessen Sound empfangen um den ersten Caipirinha des lauschigen Abends zu genießen.
Im Programm von LoungeFM und hier zum Reinhören und Downloaden:
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Label: Smd Kos


