Rebekka Bakken - Morning HoursSchon der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer, (1788 - 1860) meinte einst:

Der Morgen ist die Jugend des Tages; alles ist heiter, frisch und leicht; wir fühlen uns kräftig und haben alle unsere Fähigkeiten in völliger Disposition. Man soll ihn nicht durch spätes Aufstehen verkürzen, noch an unwürdige Beschäftigungen oder Gespräche verschwenden, sondern ihn als Quintessez des Lebens betrachten und gewissermaßen heilig halten.

Denn morgens liegt der Tag noch vor uns, ist nicht geprägt durch Ereignisse und Impressionen. Der Reiz des Geheimnissvollen umgibt uns, was wird werden? Genau so klingt Rebekka Bakkens viertes Album „Morning Hours”, anmutend inspiriert von der Dämmerung in aller Frühe, wenn die Sonne langsam den Nebel vertreibt.
Ihr Gesang ist wie immer umwerfend - mit glockenwarmem Timbre, in einem Meer an Sinnlichkeit und vollkommen entspannt gleitet Rebekka Bakken durch die Register. Sie fasziniert mit Klangreichtum und herrlichen Stimmungsfacetten. Ihre Texte sind bedeutungsvoll und emotional, die überwiegend lyrischen Kompositionen bewegen sich zwischen Songwriting und Jazz, haben den ganz speziellen Bakken-Stil.

Da überrascht es ein wenig, dass sie sich selbst nicht als Jazzmusikerin sieht, obwohl Bakkens Musik von Elementen des Jazz stark geprägt ist und diesem häufig auch zugeordnet wird. In einem Interview behauptete sie sogar, dass sie nichts von Jazz verstünde und auch nie wirklich Jazz gesungen habe. Nichtsdestotrotz avancierte sie dank ihrer ausdrucksstarken, wandlungsfähigen Stimme innerhalb weniger Jahre zum neuen Star der skandinavischen Singer-Songwriter-Szene und zählt heute neben Sidsel Endresen, Victoria Tolstoy und Silje Nergaard zu den erfolgreichen Vertreterinnen einer neuen Generation skandinavischer Jazzvokalistinnen.

Die Ausbildung hierfür hat sie ja. Als Teenager spielte Bakken in Blues-, Rock und Funk-Bands Norwegens, mit 18 begann sie ein Philosophie- und Jusstudium in Oslo, das sie zugunsten einer Vocal-Ausbildung in New York abbrach. Zwischen 1995 und 1999 studierte sie Jazzgesang und spielte sich durch die New Yorker Jazz- und Funkszene. Bis 2003 das Label Universal auf sie aufmerksam wurde und die Sängerin unter Vertrag nahm. So entstanden 2003 „The Art Of How To Fall” und 2005 „Is That You?”.

Über drei Jahre nach ihrem letzten Studioalbum „I Keep my Cool” nahm nun die „norwegische Wunderstimme” gemeinsam mit Craig Street, der auch schon Norah Jones oder Lizz Wright produziert hat, ihr bisher persönlichstes Album auf, bis auf eine Ausnahme stammen alle Lieder aus ihrer eigenen Feder. Sie lässt ihren schönen, emotionalen und feinsinnig instrumentierten Songs viel Raum für Entfaltung, die sehr balladesk, soul-jazzig und emotional-expressiv persönliche Geschichten über das Leben und die Liebe, das Geben und Aufgeben erzählen wollen. Rebekka Bakken schreibt und singt aus tiefster Überzeugung eleganten Zeilen und Melodien, ohne Hemmung und Zensur, instinktiv und offen. Ihre Songs sprechen einen an, wie ein langjähriger Freund, der einem das Gefühl gibt, verstanden zu werden und auch dabei hilft sich selbst zu verstehen.

Dieses Album „Morning Hours” ist einfach zeitlos schön, und es wäre wirklich schade es zu verschlafen, nur weil man nicht rechtzeitig aufstehen konnte. Morgenstund, oder auch Rebekka Bakken haben nun mal Gold im Mund. Denn merke: „Am Abend gehört uns der Tag nicht mehr, aber am Morgen haben wir ihn noch vor uns - ein Stück unserer Zukunft, das wir nach unserem Wollen formen können”. (Wilhelm Vogel, 19./20.Jhdt, deutscher Aphoristiker)

Auch Lust bekommen den den Tag mit guter Musik zu genießen? Dann senden Sie uns bis zum 4. 11. 09 eine E-Mail mit dem Betreff „Rebekka Bakken” an office@lounge.fm. Wir verlosen gemeinsam mit Universal Music Österreich das Album unter allen Einsendungen. Der Gewinner oder die Gewinnerin wird via E-Mail verständigt.

Im Programm von LoungeFM und hier zum Reinhören und Downloaden:
Rebekka Bakken - Morning Hours

Label: Universal Music

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