Emily Loizeau - Pays SauvageSchon seit Edith Piaf, Mireille Mathieu und Charles Aznavour, weiß man, dass französische Sänger und Sängerinnen das Publikum im Ausland ansprechen. Diese Tendenz setzt sich fort und gilt auch und vor allem für junge Musikschaffende von heute, die französischen Chanson mit modernem Spirit versehen. Bemerkenswert ist, dass „la chanson française” noch nie so viel weibliche Vertreterinnen hatte wie jetzt: Camille, Coralie Clément, Olivia Ruiz oder eben Emily Loizeau.

Auch sie, Emily Loizeau gehört zur jungen Garde französischer Sängerinnen, die nicht nur in ihrem Heimatland für begeisterte Kritiken sorgen. Denn die französische Autorin, Komponistin und Sängerin singt nicht nur Chanson, und spielerischen, handfesten Folk, sondern hat den Blues und eine Stimme, die fast an ihre Vorbilder Nina Simone und Tom Waits heranreicht. Ihre subtilen Songs lassen, bei aller leichten Melancholie, auch häufig genau das richtige Quentchen Ironie hindurchschimmern, das dem Album „Pays Sauvage” seine charmante Note verleiht.

2006 veröffentlichte sie ihr Debüt mit dem Titel „L’autre bout du monde” und machte sich mit ihren eigenwilligen Balladen, Kinder- und Liebesliedern einen Namen. Doch was unterscheidet Emily Loizeau von den anderen hervorragenden Künstlerinnen? Ist es Ihr expressiver Gesangsstil, der bei jedem Hören weitere Nuancen offenbart, ihre Mischung aus sich Heiterkeit und Melancholie? Was es auch ist, das Ergebnis ist ein sehr selbstbewusstes, ungemein vielseitiges und sehr eigenständiges Album namens „Pays Sauvage”, welches sie gemeinsam mit der französische Indiepopband Herman Dune, dem französischen Liedermacher Thomas Fersen und der französisch-amerikanische Folk-Rock-Band Moriarty produzierte.

Fazit: „Pays Sauvage” („Das wilde Land”) ist, wie der Titel übersetzt, rau und unberührt - natürlich eben, einfach schön.

Hier zum Reinhören und Downloaden:
Emily Loizeau - Pays sauvage

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