Trotz oder dank Prokrastination besser arbeiten
„Prokrastination” lautet das aktuelle Modewort schlechthin. Was es bedeutet? Ach, das erzähle ich Ihnen morgen - oder zumindest irgendwann. Und nun haben Sie dessen Ausformung auch schon sozusagen live erlebt. Denn Prokrastination bezeichnet die Angewohnheit, notwendige Arbeiten immer wieder aufzuschieben, statt sie einfach zu erledigen.
Modewort hin oder her, kennen tun wir den Zustand schon seit ewigen Zeiten. Man denke nur an alte Redewendungen wie „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen” oder „Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute”.

Jedoch kann dieses in unserer Leistungesellschaft eigentlich gefürchtetete Phänomen manchmal durchaus seine positiven Seiten haben.
Beispielsweise, da um einer aufwändigen Tätigkeit zu entgehen, oft eine Vielzahl an anderen Dingen erledigt werden, die ebenso ihre Wichtigkeit haben. Ich persönlich hatte niemals wieder eine so unglaublich saubere Wohnung, wie zu Zeiten meiner Diplomarbeit.
Oder aber man kann kleine Ablenkungen als Belohnung oder als kreative Pause, um seine Konzentration neu zu sammeln sehen. Sind Ihre Gedanken etwa die ganze Zeit bei Ihrer Lieblingsserie, die in dem Moment läuft, wo Sie sich gerade abquälen, dann ist es mit Ihrer Fokussierung fürs Projekt sowieso nicht weit her. Also sich einfach die kurze Zeit gönnen und dann mit voller Aufmerksamkeit wieder ran ans Werk.
Von imgriff.com schön zusammengefasst:
- „Das mach’ ich später.” - ist nicht so gut.
- ”Das mach’ ich später, sobald die Folge vorbei ist / ich meine Mails gelesen habe / ich ein Stündchen interesselos in der Sonne gesessen habe.” - hingegen ist eigentlich kein Problem.
via: imgriff.com; Bilder: flickr/ Rennett Stowe; emdot



