Unser Album der Woche: Alice Russell - Pot of Gold
Alice Emily Russells Musik hat den Soul. Sie wuchs an der englischen Ostküste mit Musik von Stevie Wonder, Aretha Franklin, Dusty Springfield, Randy Crawford oder Nina Simone auf und dürfte wohl zu den meist unterschätzten Musicacts derzeit zählen, denn trotz gemeinsamer Studioarbeit mit großen Bands wie The Roots oder Massive Attack und zahlreichen Gastbeiträgen auf Plattenreleases ihres bisherigen Labels Tru Thoughts sprechen nicht gerade viele von ihr.
Warum ihr der ganz große Durchbruch nicht gelingt, sondern nur Duffy, Joss Stone, Adele und Amy Winehouse in aller Munde sind, bleibt ein Rätsel. Lediglich der selbstbewusste Titel „Pot Of Gold” weist darauf hin, dass die Soulsängerin endlich genug hat vom Understatement, denn schon bevor 2004 ihr Debüt „Under The Munka Moon” erschien, galt Alice Russell dank ihrer Gastauftritte bei Quantic und Nostalgia 77 als Geheimtipp. Wie sie das mit dieser kraftvollen Stimme bleiben konnte, scheint unerklärlich.
Denn ihre Stimme ist einzigartig, gefühlvoll, ebenso zeitlos wie modern. Pot of Gold heißt das nun vierte Soloalbum von Alice Russell und ist auf ihrem eigenen Label Little Poppet erschienen. In einer Mischung aus Gospel, Hiphop sowie Jazz, fusioniert mit Broken Beats und Electronic, singt sie über das ewige Hin und Her in einer zwischenmenschlichen Liebesbeziehung („Two Steps”), über die Realität, die einen leider immer wieder einholt („Living The Life Of A Dreamer”) und die Vergänglichkeit („Let Us Be Loving”). Sogar den Gnarls Barkleys Superhit „Crazy” interpretiert sie auf ihre eigene unverwechselbare Art. Fazit: Ausgezeichnet.
Im Programm von LoungeFM und hier zum Reinhören und Downloaden:
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Label: Little Poppet


