PokenRechteckiges Papier, Format 85 mal 55 Millimeter, welches Namen, Kontaktdaten und Funktion verrät ist ja sowas von 90er Jahre. Immerhin leben wir doch in einer digitalen Welt und da sollte es doch eigentlich schon etwas, nur im übertragenen Sinne, Analoges geben.

Und tatsächlich, die digitale Visitenkarte existiert bereits und hört auf den Namen Poken. In Form von possierlichen, kleinen Plastiktierchen, die ihresgelichen erkennen und untereinander über symbolisches Shakehands die jeweiligen Kontaktinformationen austauschen und speichern. Keine Papierflut mehr von Nöten, die man so und so viel zu leicht verliert, der winzige Begleiter kann sich mit 1 GB an eine wirklich erkleckliche Vielzahl neuer Bekanntschaften für Sie erinnern.

Poken

Gleichsam mit den Basisinformationen zu einer Person, können hier auch Profile aus sozialen Netzwerken wie Facebook, Xing, Twitter und vielen mehr weitergegeben werden. Vorm Rechner verwandelt sich der Poken dann mit einem Handgriff in einen USB-Stick, der einfach angeschlossen wird und so alle Angaben sofort übertragen kann.

Neben dem, den Spieltrieb mancher entgegenkommenden comicartigen Design, gibt es jedoch auch Business-Varianten, die nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren, wie My Name is E oder iPhone-Applikationen (wie „Handshake” oder „Bump”). Leider sind die verschiedenen Anbieter jedoch untereinander nicht kompatibel. Es bleibt zu hoffen, dass es irgendwann einen einheitlichen Standard geben wird um alle Visitenkarten 2.0 miteinander kommunizieren zu lassen. Dann kann man sich die Druckversion wohl wirklich sparen.

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