Unser Album der Woche: Iggy Pop - Préliminaires
Vielleicht wird Iggy Pop einfach nur alt. Statt Punk, Alkoholexzessen und auschweifenden Parties genießt er lieber ein gepflegtes Gläschen Bordeaux, schwimmt regelmäßig, praktiziert Tai Chi, hört Jazz und liest französiche Literatur. Jeder braucht einmal Veränderungen und so war Iggy Pop auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen, abseits von Punkbands, die, so Iggy Pop, wie Idioten schreckliche Musik aus ihren Gitarren herausprügeln. Für einen Dokumentarfilm über die Dreharbeiten der Romanverfilmung „Die Möglichkeit einer Insel” des französischen Autors Michel Houellebecq wurde Pop nun gebeten ein Album zu machen.
„Ich habe das Buch mit größtem Vergnügen gelesen, als es erschien, und in meiner Vorstellung schuf ich Musik, die ich während der Lektüre des Buchs in meiner Seele hörte”, so Iggy Pop. Mit dem Chanson-Klassiker „Les feuilles mortes”, den von Yves Montand bis Frank Sinatra zahlreiche Musikgrößen im Programm hatten, beginnt Iggy Pops ungewöhnliches Album „Préliminaires”. Mit seiner Stimme irgendwo zwischen Jacques Brel, Tom Waits und Nick Cave versucht er sich teilweise auf französisch, beim Großteil der Titel bleibt er aber seiner Muttersprache treu. Für das hypnotische „Je Sais Que Tu Sais” holte er sich die unbekannte Sängerin Lucie Aimé zur Verstärkung.
Es ist wahrscheinlich das ungewöhnlichste Album, das wir je von Iggy Pop erwartet hätten, aber mit Préliminaires (übersetzt: „Das Vorspiel”) macht er Jazz zum neuen Punk.
Im Programm von LoungeFM und hier zum Reinhören und Downloaden:
![]()


