Harlingen, ein beschauliches, historisches Städtchen am niederländischen Wattenmeer. Harlingen, ein beschauliches, historisches Städtchen mit drei wirklich außergewöhnlichen Übernachtungsmöglichkeiten.

Übernachten im LeuchtturmÜbernachten im Leuchtturm

Zum Beispiel hoch über der alten Hansestadt, zwischen Land und Watt in einem in den Zwanziger Jahren erbauten Leuchtturm. Genauer gesagt - und um in dieser herrlich praxisbezogenen, niederländischen Diktion zu bleiben: 24 Meter über der durchschnittlichen Hochflut.

Drei luxeriös ausgestattete Etagen stehen Ihnen exklusiv zur Verfügung. Durch die Rundumverglasung können Sie sogar von Bett aus die wundervolle Aussicht genießen. Aber Sie können diese sogar noch um ein paar Meter steigern. Eine steile Treppe führt Sie an die Stelle, wo einst die riesige Lampe brannte, die all den Seefahrenden Orientierung bot. Hier, unter der Original-Kupferkuppel können Sie an einem Tisch für zwei Personen Platz nehmen. Oder Sie gehen nach Draußen, zum gesicherten Umgang, der das Leuchtfeuerhaus umgibt. Ein kleines Extra, um den Aufenthalt noch originärer zu gestalten: Über den UKW-Schiffsfunk können Sie stets die locker fachmännischen Gespräche mit dem Hafendienst verfolgen.

Übernachten im HafenkranÜbernachten im Hafenkran

Ein weitere Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes bildet wohl eine Nacht im Harlinger Hafenkran. Hier trifft sich die unangreifbare Höhe des Turms mit der Freiheit des Wohnens am Wasser. Die Kabine befindet sich in siebzehn Meter Höhe über dem Kai, der höchster Punkt liegt 49 Meter über der durchschnittlichen Hochflut.

Und dazu kommt noch etwas Unglaubliches: Sie können den Kran sogar eigenhändig drehen lassen. Fünfundsechzigtausend Kilo Stahl setzen sich auf Ihr Kommando in Bewegung. Dreihundertsechzig Grad herum und herum und herum. Auf dem Industrie-Denkmal aus dem Jahre 1967 bestimmen Sie das Panorama. Tag und Nacht. Zwar macht der eigentliche Wohnraum nur 60 Kubikmeter aus, aber der visuelle Raum umfasst dafür mehrere Kubikkilometer.

Übernachten im RettungsbootÜbernachten im Rettungsboot

Das Rettungsboot in Harlingen bietet allen, die regelmäßiges Bücken nicht als störend empfinden, einen komfortablen Aufenthalt. Wer mehr möchte als ein Dach über dem Kopf, kann einen Privat-Kapitän anfordern, der Ihnen während einer zweistündigen Fahrt demonstriert, wie einsatztüchtig dieser klassische Retter in der Not noch ist. Aber geben wir dem Ding einen Namen: Die Lilla Marras diente von 1955 bis 1979 entlang der englischen Küste als Rettungsboot und rettete 45 Menschen das Leben. Da lässt´s sich doch beruhigt schlummern.

Alle drei Unterkünfte gehören zu Dromen aan Zee (zu deutsch „Träumen am Meer”) und werden am besten weit im Voraus gebucht - im Leuchtturm beispielsweise ist erst 2010 wieder ein Plätzchen frei.

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