Stets eine Top-Position innerhalb der westeuropäischen Geschenkestatistik zu Weihnachten besetzt wohl seit mehreren Jahren die Krawatte in all ihren Farben und Mustern.

Aber nicht immer trifft diese zielsicher den Geschmack des Beschenkten und deshalb warten in manchen Fällen sogar noch die Modelle der letzten zehn Weihnachtsfeste jungfräulich im Kleiderschrank auf ihren ersten großen Auftritt. Was also kann man mit dem Stückchen Stoff noch anfangen, außer den Hals zu schmücken?

Vielleicht empfinden Sie es doch als zu brutal, mit beispielsweise indischer Rohseide die Schuhe zu putzen - obwohl diese bestimmt noch nie so sauber gewesen wären. Aber es gibt noch ein paar andere Möglichkeiten, die gutgemeinte Aufmerksamkeit zu verwenden:

  • Wie wäre es mit Erster Hilfe? Nicht nur in Stilfragen. Immerhin, diverse Wintersportarten sind durchaus anfällig für die ein oder andere Gefahr. Und siehe da, eine alte Krawatte kann durchaus eine sinnvolle Ergänzung für den Erste-Hilfe-Koffer darstellen. Denn um zum Beispiel einen gebrochenen Arm zu stabilisieren, werden einfach zwei buntgemusterte Krawatten an den Enden verknotet und schon sichert eine selbstgebastelte Schlinge das verletzte Körperteil. In der Not kann ein misslungenes Weihnachtspräsent so sogar das Verbandsmaterial ersetzen.
  • Oder Sie benutzen Krawatten um alles Mögliche zusammenzuhalten. Übertrieben wäre hier eventuell die Nutzung bei Heuballen, aber wir möchten Sie natürlich keineswegs einschränken. Aber wir dachten eher an die dekorative Nutzung bei alten Briefen, Karten oder Dokumenten. Oder auch Schachteln, Körben oder vielleicht sogar Umzugskartons. Nagelneue Schlips halten sicherlich ein beträchtliches Gewicht und Belastung aus.
  • Die einfachste Variante wäre es bestimmt das unliebsame Geschenk als Schal umzufunktionieren. Im kalten Winter durchaus eine willkommene Alternative.
  • Sind Sie vielleicht auch noch handwerklich begabt, dann lässt sich aus dem Grundmaterial Krawatte so ziemlich alles anfertigen: Taschen, Decken, Röcke - der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die Frage ist nur, ob Sie an dem einmal missfallenen Design in einem quasi anderem Aggregatzustand auf einmal Gefallen finden.
  • Daher die noch simplere Option: Stellen Sie sicher, dass Sie nächstes Jahr nicht auf ähnliche Weise beglückt werden und vertrauen Sie dem oder der Schenkenden an, dass leider nicht ganz Ihr Geschmack getroffen wurde und bitten Sie um den Preiszettel für einen Umtausch.

Bild: flickr/ charkesw

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