Alles, was man schon immer in der Zeitung lesen wollte

Der Irak-Krieg ist zu Ende. So zumindest die Schlagzeile der New York Times. Die verkündete nämlich in einer Sonderausgabe das Ende des Militäreinsatzes als auch die Schließung des Gefangenenlagers Guantanamo Bay auf Kuba. Ach ja, und George Bush wird wegen Hochverrats angeklagt, steht es schwarz auf weiß es in der 14-seitigen Edition. Zu gut um wahr zu sein?
Leider ja, denn hierbei handelt es sich nur um einen wirklich elaborierten und bestens ausgetüftelten Schmäh. Eine Zeitungsente, die eine ganze Zeitung füllte.
Dahinter steckt die Gruppe „The Yes Men”, die nicht nur eine fast täuschend echte New York Times auf den Markt brachte, sondern auch die Website der renommierten Tageszeitung mit den viel schöneren Inhalten nachbaute. Sechs Monate lang wurde an dem Blatt gearbeitet und die 1,2 Millionen Exemplare mit Hilfe von tausenden Freiwilligen in New York und anderen US-Städten verteilt.
Und viele derjenigen, die die Zeitung kostenlos in die Hand gedrückt bekommen haben, glaubten den erfreulichen Nachrichten über die wiederhergestellte Wirtschaft, progressive Politik und das gesamte utopische und glückliche Bild, das hier für die verschiedensten Bereiche phantasiert wurde. Aber man wird ja wohl noch ein bisschen träumen dürfen.
Die gesamte optimistische Fake-Zeitung gibt es übrigens hier zum Herunterladen. Und etwas erinnert das Projekt ja an diese Idee.
via: swissmiss



