Ein Gentleman genießt und be(ein)druckt in Bettwäsche mit Signatur
Die letzte Nacht hat Spuren hinterlassen? Aber warum nicht einmal solche, die klar zu deuten sind? Zum Beispiel mit der Bettwäsche Rise and sigh von Martina Carpelan aus dem Designteam Helsinki Hotel.
Auf den ersten Blick wirkt diese wie ein gänzlich schlichter, weißer Bezug. Ein Darüberstreichen der Fingerspitzen an einigen Stellen lässt schon mehr erahnen.
Denn erhabene und delikate Schriftzüge in Spiegelschrift sind eingearbeitet, welche auf der darauf liegenden Schläferin oder dem Schläfer ihre Spuren hinterlassen. Je nach Schlafposition sind diese unterschiedlich, zudem gibt es auch drei verschiedene Varianten, um sich auf die jeweilige Atmosphäre einzustellen: Im Moment sind Versionen für den Single, die Affäre und den One Night Stand käuflich zu erwerben. Wobei man sich durchaus fragt, ob Letzteres in der Hitze des Gefechts noch wirklich zum Einsatz kommt. Es könnte doch etwas die hollywoodmäßige Leidenschaft zügeln, wenn zwischendurch die Laken gewechselt werden. Oder aber man schläft nach dem Motto „Die Hoffnung stirbt zuletzt” täglich in froher Erwartung in seiner Spezial-Bettwäsche.
Aber wer weiß, vielleicht sind Phrasen wie „Such a please” oder „Six pack” nicht nur dazu gedacht den Körper temporär in Kunst zu verwandeln, sondern zwingen den Besitzer oder die Besitzerin dazu, für die Gebrandmarkten mit einem Frühstück die Zeit zu überbrücken bis sich die Haut und die Wogen langsam wieder glätten.


